Kirchenkonzert am 29.03.2003 in Bad Königshofen
Von Liebe, Leid und Hoffnung

Jede Menge Applaus erhielt der Bayerische Lehrerchor in Bad Königshofen
BAD KÖNIGSHOFEN (REG) Rund 50 musikalische Lehrer und ein sehr anspruchsvolles Lied-Programm - zu diesem besonderen Erlebnis hatten der Kreisverband des BLLV (Bayerischer Lehrerinnen- und Lehrerverband) und die Pfarrgemeinde Bad Königshofen eingeladen.
In der Stadtpfarrkirche mit ihrer besonders guten Akustik präsentierte der Lehrerchor Bayern einen vielseitigen und anspruchsvollen Abend unter dem Titel „a cappella bavarese". Die sangesfreudigen Lehrer aus ganz Bayern treffen sich regelmäßig zu Proben-Wochenenden - diesmal in der Kurstadt und in Sulzfeld. Die Lehrer verfügen über ein beachtliches Repertoire. Immer wieder üben sie neue Stücke ein.
Als „ganz normale Lehrer mit großer Freude an der Musik" bezeichnete Winfried Trischler, Mitorganisator und Rektor der Verbandsschule Sulzfeld, die Kollegen in seiner Begrüßung. Leider fiel wegen eines Unfalls Dirigent Professor Reinhold Wirsching aus. Michaela May aus Würzburg sprang ein.
Im Prozessionsschritt, zwei Schritte nach vorn und einen zurück, die Höhen und Tiefen des Lebens symbolisierend, hatten die Chormitglieder die Kirche betreten. Dazu erklang das italienische Stück „Alta trinita" aus dem 15. Jahrhundert. Zunächst präsentierte der Chor geistliche Werke von Bach, Schütz und Mendelssohn-Bartholdy, darunter „Wach auf mein Herz und singe" und „Wer nur den lieben Gott lässt walten".
Werke von Carl Orff standen im Mittelpunkt des zweiten Musik-Blocks. Das „Wessobrunner Gebet", die Vertonung des ältesten christlich-religiösen Textes, der „Fröhliche Ostergesang" und ein „Morgensegen" begeisterten das Publikum.

Romantisch wurde es dann bei Liebe, Leid und Abschied in den Liedern von Brahms und Mendelssohn-Barthoidy. Den Spirituals wandte sich der Chor anschließend zu. Das Leid der Sklaven, gepaart mit Hoffnung drückten „Lord", „Ride the chariot", „Nobody knows" und „I can tell the world" aus.
Nach Tahiti und Samoa mit Wellen, Strand und Sonne entführten in Gedanken die nächsten Lieder, bevor sich der Chor afrikanischen Weisen zuwandte. Die Lieder sprachen durch die Kraft von Melodie und Rhythmus von der Sehnsucht nach Freiheit.
Ein Konzert mit viel Engagement und Freude am Singen - das bot der Bayerische Lehrerchor den Zuschauern. Und dafür gab's dann auch jede Menge Applaus. Mit dem Abendlied „Herr bleibe bei uns" verabschiedeten sich die Lehrer vom Publikum.
Der vor sieben Jahren gegründete Chor hatte zum ersten Mal in Unterfranken gastiert. Höhepunkt des bisherigen Wirkens waren Auftritte beim internationalen Orff-Symposium im Jahr 2000 in Traunwalchen sowie die Gestaltung der Jahrtagsmesse für Carl Orff in der Klosterkirche Andechs.
aus: Bad Königshofen Die Zeitung im Grabfeld Nr. 76/2003
Frankenwein für die Lehrer
Ein Lied für den Bürgermeister
BAD KÖNIGSHOFEN (HF) In die „gute Stube" der Stadt, den historischen Rathaussaal, hatte Bürgermeister Clemens Behr die Mitglieder des Bayerischen Lehrerchors eingeladen. Sie waren nicht nur zum Konzert (siehe nebenstehenden Artikel), sondern auch zu einem Proben-Wochenende im Grabfeld.

Bürgermeister Behr freute sich, dass er eine „solch stattliche Anzahl" von Lehrkräften aus ganz Bayern begrüßen konnte. Man habe richtig daran getan, das Probewochenende nach Bad Königshofen und Sulzfeld zu verlegen, schließlich sei die hiesige Bevölkerung der Musik und dem Gesang sehr verbunden.
Behr erinnerte an die Schulstadt Bad Königshofen und nannte die Berufsfachschule für Musik ebenso wie die Kreismusikschule. Dann ging das Stadtoberhaupt auf die Geschichte von Königshofen ein. Der Bürgermeister erinnerte an die einstige Festungsstadt, erwähnte die Schwedenzeit und die Besatzung durch die Finnen. Die hätten damals die erste Rauchsauna in Franken gebaut. Deshalb gebe es in der Frankentherme auch eine finnisch-fränkische Sauna.
Das Heilwasser wurde durch Zufall entdeckt, wusste Clemens Behr zu berichten. Die Heilquelle wurde aber erst nach 1950 genutzt. Das Stadtoberhaupt streifte die noch junge Geschichte der Kur, verwies auf den Stellplatz und die neue Frankentherme, die keine Wünsche offen lasse. Allerdings stünden noch immer Kurkliniken von einst leer. Eine davon, das „Kurhotel" werde zu einem Alten- und Pflegeheim umgestaltet.
Immer in der Offensive
Bad Königshofen gehe mit der Zeit und vor allem immer wieder in die Offensive. Erfreulich sei es deshalb, dass es Winfried Trischler gelungen ist, den Bayerischen Lehrerchor nach Sulzfeld und nach Bad Königshofen zu holen. Er, so Behr, freue sich auf das Konzert, das Einblick in die Arbeit des Chores geben werde. Ganz klar, dass die Gäste sich traditionell in das Gästebuch der Stadt eintragen durften und sich für die freundliche Aufnahme bedankten. Dem Empfang im Rathaus folgte ein Besuch im Archäologischen Museum, der Schranne, bevor das Abendessen eingenommen wurde.